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Neuer Förderpreis der UIP „Kreussler Young Scientists’ Sclerotherapy Award 2009“ erstmals vergeben
Auszeichnung als familienfreundliches Unternehmen
MDB Kristina Köhler bei Kreussler- Pharma
Vertreter der FDP Hessen auf Informationsbesuch bei Kreussler
Nachwuchsförderung bei Kreussler
Kreussler aktiv für Kinder und Familien
Rheinkongreß Köln - Europäischen Venenspezialisten trafen sich in Köln
Konstituierende Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Sklerotherapie der deutschen Gesellschaft für Phlebologie
Wünsche werden war
Kreussler macht sich für Patienten und Phlebologen stark!
Was tun gegen Besenreiser, Krampfadern & Co.?
Die kalte Jahreszeit – Die beste Behandlungszeit für Besenreiser & Co.!
Bündnis für Familie
Live-Workshop bringt neue Einblicke
Fortbildung für neue operationsfreie Krampfaderbehandlung mit Schaum
Neuer Förderpreis der UIP „Kreussler Young Scientists’ Sclerotherapy Award 2009“ erstmals vergeben
Der neu geschaffene Forschungs-Förderungspreis der Union Internationale de Phlebologie UIP, der „Kreussler Young Scientists’ Sclerotherapy Award“, wurde anlässlich des diesjährigen Jubiläums-Weltkongresses der Phlebologen in Monaco erstmals verliehen.
Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis soll „vor allem junge Nachwuchswissenschaftler bei klinischen, präklinischen oder experimentellen Forschungsvorhaben zur Sklerotherapie von Krampfadern unterstützen und sie zum wissenschaftlichen Arbeiten animieren“, fasste Professor Eberhard Rabe, Präsident der UIP und der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie, den Grundgedanken der auf zwei Jahre angelegten Förderung zusammen. „Dieser zu Beginn des Jahres vom Weltverband der Phlebologen und Kreussler ins Leben gerufene Preis wird sicher dazu beitragen können, weitere wissenschaftliche Erkenntnisse - insbesondere bei den neueren Therapieformen wie der ultraschall-gestützten Schaumsklerosierung - zu gewinnen“, ergänzte Dr. Stephan Travers, Geschäftsführer der Firma Kreussler.
Das international hochkarätig besetzte Auswahlgremium unter dem Vorsitz von Herrn Professor Rabe entschied sich unter allen Konzepten einstimmig für ein von Frau Nina Tetsch eingereichtes klinisches Forschungsvorhaben. Frau Tetsch, Ärztin in Weiterbildung an der Klinik für Dermatologie der Universität Lübeck, hatte gemeinsam mit der Leiterin ihrer Arbeitsgruppe, Frau PD Dr. med. Birgit Kahle, die jetzt prämierte Idee zu einer prospektiven und randomisierten Untersuchung der Schaumsklerotherapie insuffizienter Stammvenen mit und ohne Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA) entwickelt und ihren Antrag der Preis-Kommission vorgelegt.
Frau Tetsch wird ihrem Protokoll zufolge zunächst 50 Patienten mit durchschnittlich großen insuffizienten Vv saphenae magnae (6-10 mm) in zwei Gruppen randomisieren und dann entweder mit oder aber ohne intra-fasciale TLA mit einer Katheter-Schaumsklerosierung (2% Aethoxysklerol®, EasyFoam®; Kreussler, Wiesbaden) behandeln. Ultraschall-Kontrolluntersuchungen durch einen verblindeten Experten sind für 3, 6 und 12 Monate nach der Therapie geplant.
Da die internationale Literaturlage einerseits darauf hindeutet, dass bei der ultraschall-assistierten Schaumsklerotherapie ab einem bestimmten Venenkaliber entweder größere Schaumvolumina oder mehr als eine Therapiesitzung erforderlich sein können, andererseits aber die endoluminalen Therapie-Alternativen (Laser- und andere thermische Verfahren) nicht in nativen, sondern in durch die Tumeszenz-Lokalanästhesie gewissermaßen bereits „vorbereiteten“ (kaliberreduzierten) Venen zum Einsatz kommen, lag es Frau Tetsch zu folge nahe, die Vorteile der Schaumsklerosierung mit der vorherigen Kaliberreduktion durch die TLA zu kombinieren und deren Auswirkungen auf die Verschlussraten zu untersuchen.
Ergebnisse der Studie werden beim nächsten UIP-Kongress 2011 in Prag präsentiert und mit großer Spannung erwartet, könnten sie doch dazu führen, dass in Zukunft auch kaliberstarke Venen mit besserer Vorhersagbarkeit durch die Schaumsklerosierung in weniger Sitzungen sicher und langfristig verschlossen werden können“, erklärte Dr. med. Jan-Christoph Wollmann, Leiter des Medical Marketing Phlebology bei Kreussler. Ebenso denkbar sei auch, dass die Ergebnisse einen Weg aufzeigen, mit wirklich minimalen Schaumvolumina die Mehrzahl der refluxiven Stammvenen kontrollieren zu können. In jedem Fall aber wird künftig ein fairer Vergleich der Ergebnisse zwischen der Schaumsklerotherapie und den thermischen Verfahren stattfinden können, da sich die prä-interventionellen Vorteile der TLA - die Kaliberreduktion der Vene vor der eigentlichen Therapie - dann auf alle Therapieoptionen erstrecken und nicht länger allein auf die thermischen Prozeduren.
Noch knapp zwei Jahre also, bis in Prag erste Resultate bekannt gegeben werden. Ebenfalls in Prag wird dann auch die Gewinnerin oder der Gewinner der gerade angelaufenen 2. Runde des UIP/Kreussler-Forschungspreises prämiert, für den man sich bereits jetzt bewerben kann. Weitere Informationen und Anmeldeformulare zum 2nd UIP Research Fellowship - Kreussler Young Scientists’ Sclerotherapy Award 2011 können unter award@kreussler.com angefordert werden.
Auszeichnung als familienfreundliches Unternehmen Kreussler hat sich der Herausforderung, Familie und Beruf zu vereinen, gestellt
Der demographische Wandel und seine Folgen für den Arbeitsmarkt bringen immer mehr Arbeitgeber zum Umdenken: Unternehmen implementieren familienbewusste Maßnahmen, um Beruf und Familie zu vereinen und damit Wettbewerbsvorteile erzielen zu können. Die Zahl der Unternehmen, die das Audit berufundfamilie® als strategisches Managementinstrument zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf nutzen, ist seit 1998 auf über 500 gestiegen. Unter dem Motto „Mehr Erfolg mit mehr Familie" wurden am 19. Juni erneut Zertifikate zum Audit berufundfamilie® an 191 Unternehmen verliehen. Auch Kreussler, ein mittelständisches, in der vierten Generation inhabergeführtes Familienunternehmen aus Wiesbaden, wurde für seine familienbewusste und familienfreundliche Personalpolitik ausgezeichnet. Initiiert wurde das Audit berufundfamilie® von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Verbindung mit der Gründung der berufundfamilie gGmbH. Das Audit berufundfamilie® steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Ursula von der Leyen, und des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos. Auch die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfehlen das Audit.
Überreicht wurden die Zertifikate in Berlin von Dr. Ursula von der Leyen und der Parlamentarischen Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Dagmar Wöhrl, an Dr. Detlev Travers, geschäftsführenden Gesellschafter der Chemischen Fabrik Kreussler. Die Bundesministerin begrüßte den Wandel in immer mehr Unternehmen zu mehr Engagement und dem steigenden Interesse für das Thema Beruf und Familie. Auch Dr. Michael Endres, Vorstandsvorsitzender der Hertie-Stiftung, lobte die Erkenntnis vieler Unternehmen, dass Familien nicht nur Privatsache oder Sache des Staates seien, sondern auch des Arbeitgebers. Dr. Detlev Travers betonte, dass gerade ein Familienunternehmen schon durch seine Struktur und generationenübergreifende Firmenphilosophie besonders geeignet ist, die Vereinbarkeit von Beruf und den durch Kinder, Eltern, Partner gegebenen familiären Erfordernissen und Wünschen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördernd zu praktizieren. Umsetzbar ist das Audit unabhängig von Branche und Betriebsgröße. Dabei werden die bereits angebotenen Maßnahmen erfasst und systematisch weiter entwickelt. Nach Überreichung der Zertifikate erfolgt jährlich eine Überprüfung der praktischen Umsetzung. Nach drei Jahren werden im Rahmen der Re-Auditierung weiterführende Ziele vereinbart. Das als kontinuierlicher Prozess und auf Nachhaltigkeit angelegte Audit trägt mit der stetigen Weiterentwicklung familiengerechter Arbeitsbedingungen dazu bei, Fehlzeiten zu senken, die Rekrutierung von Fach- und Führungskräften zu vereinfachen und das Image des Unternehmens zu steigern.
Vertreter der FDP Hessen auf Informationsbesuch bei Kreussler
Im Dezember 2006 besuchten der Landes- und Fraktionsvorsitzende der FDP Hessen, Jörg-Uwe Hahn, und MdL Florian Rentsch gemeinsam mit Vertretern des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) und Verbandes der Chemischen Industrie (VCI)Hessens die Chemische Fabrik Kreussler & Co. GmbH, um sich vor Ort einen Eindr uck von der gelebten Wirklichkeit in einem chemisch-pharmazeutischen Industrie zu machen. Dabei wurde zum einen die Aktivitäten des Unternehmens in den unterschiedlichen bearbeiteten nationalen und internationalen Märkten sowie in den Bereichen der Vereinbarkeit Familie und Beruf sowie der Beschäftigung älterer Mitarbeiter dargestellt. Zum anderen wurde insbesondere die Betroffenheit gerade mittelständischer standorttreuer Unternehmen von den in immer kürzer werdenden Abständen aus Brüssel oder Berlin stattfindenden Eingriffen diskutiert, wie die mit der REACH-Einführung verbundenen enormen Umstellungskosten oder gravierenden Veränderungen im Arzneimittelmarkt durch die "Gesundheitsreformen" der letzten Jahre und Monate.
Jörg-Uwe Hahn, Florian Rentsch mit Magali Schleifer (BPI/VCI Hessen) und Dr. Stephan Travers
MDB Kristina Köhler bei Kreussler- Pharma
Durch das Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz, das seit Mai 2006 in Kraft ist, sowie die geplante Gesundheitsreform kommen wesentliche Einschnitte auf pharmazeutische Unternehmen zu. Auch das mittelständische Wiesbadener Generika-Unternehmen Kreussler Chemie ist davon betroffen. Kristina Köhler traf sich daher am 2. November 2006 mit den Geschäftsführern, um u. a. das Unternehmen kennen zu lernen und über die neuen Regelungen zu diskutieren.

Welche Folgen die Gesundheitsreform auf ein mittelständisches Generika-Unternehmen haben könnte, diskutierte Kristina Köhler mit Horst Klee, MdL, und den beiden Geschäftsführern von Kreussler Chemie, Dr. Stephan und Dr. Detlev Travers.
Die Chemische Fabrik Kreussler & Co. GmbH in der Rheingaustraße in Wiesbaden-Biebrich ist ein alteingesessenes Familienunternehmen. Das mittelständische und konzernungebundene Unternehmen wurde 1912 von Christian Kreussler gegründet und befindet sich in der vierten Generation im Besitz der Gründerfamilie. Es beschäftigt rund 170 Mitarbeiter. Bei der Firmenvorstellung legte Dr. Travers Wert darauf, dass die Firmenleitung ganz selbstverständlich auf eine Altersmischung setzt, und sowohl bei den wissenschaftlichen als auch bei den Mitarbeitern in Produktion und Vertrieb ältere Mitarbeiter beschäftigt. Dafür wurde das Unternehmen 2002 mit dem Preis "Erfahrung zählt" der IHK Wiesbaden ausgezeichnet. Soweit es geht, haben Eltern mit Kindern die Möglichkeit flexibler Arbeitszeitmodelle.

Bei einem Rundgang stellte Dr. Travers Köhler und Klee die Labors und die Verpackungsabteilung vor. Keine Riesigen Anlagen, aber technisch hochwertige Ausstattung ermöglichen dem Unternehmen sich auf dem Markt zu behaupten.
Kristina Köhler freut sich, ein solches familienfreundliches Unternehmen in Wiesbaden ansässig zu wissen. Bei der Unterredung stellte Köhler kurz die Pläne der Bundesregierung in Bezug auf Medikamentenversorgung vor. Sie freute sich, dass das Gespräch zeitlich genau richtig sei, denn vor der zweiten Lesung im Bundestag würden sich erfahrungsgemäß noch Änderungen ergeben.
Kristina Köhler MdB · Deutscher Bundestag · Platz der Republik 1 · 11011 Berlin
Nachwuchsförderung bei Kreussler
Im Oktober 2006 fürte die Chemische Fabrik Kreussler & Co. GmbH in Wiesbaden erstmals für Mitarbeiterkinder ein Ferien-Science-Camp durch. Neben einer sinnvollen Ferienbetreuung ging es auch darum, den Kindern einen Einblick in die Arbeitswelt der Eltern zu zu ermöglichen. Die Veranstaltung wurde als Pilotprojekt im Zusammenhang mit dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie vom Arbeitgeberverband HessenChemie und dem VCI unterstützt. Mit viel Spiel und Spaß erkundeten die Grundschulkinder die Welt der Chemie mit dem Titel "Wundersame Verwandlungen: Wie Chemiker ohne Hokuspokus unseren Alltag verändern". Jeder Tag stand unter einem besonderen Motto, zum Beispiel „Was heißt hier eigentlich Chemie – Stoffe und ihre Eigenschaften" oder „Farben in Aktion – Farbstoffe mischen, trennen und vieles mehr". Im Mittelpunkt stand jedoch das selbstständige Experimentieren. „Die Kinder sollen begreifen, dass Chemie fast überall eine wichtige Rolle spielt und natürlich, dass Chemie großen Spaß machen kann", erklärte die promovierte Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin Ute Hänsler, die das Science Camp leitet.
Kreussler aktiv für Kinder und Familien
Wiesbaden. Die Landesvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und kinderpolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion, Kordula Schulz-Asche, setzte ihr gemeinsames Besuchsprogramm mit dem Arbeitgeberverband Hessen Chemie am 21. September 2006 bei der Chemische Fabrik Kreussler & Co. GmbH in Wiesbaden fort. Zusammen mit Bettina Schreiber, Stadtverordnete der GRÜNEN Rathausfraktion aus Wiesbaden, informierte sie sich über die kinder- und familienfreundlichen Arbeitsbedingungen des mittelständischen Familienunternehmens.

"Die Chemische Fabrik Kreussler setzt sich vorbildlich für kinder- und familienfreundliche Arbeitsbedingungen ein“, sagte Schulz-Asche nach der Betriebsbesichtung. „Dort, wo Teilzeit möglich ist, bieten wir sie an“; erklärt Stephan Travers, Geschäftsführer des Unternehmens, im Gespräch mit den Politikerinnen. 27der 162 in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter sind Teilzeitkräfte, das sind rund 17 Prozent. Die meisten davon haben Kinder im Kindergarten- oder Schulalter. Wichtig für das mittelständische Unternehmen ist, nicht nur im klassischen Halbtagsmodell zudenken, sondern möglichst individuelle und flexible Lösungen zu finden.
Eine wichtige Herausforderung für das Unternehmen ist, die Abwesenheit von Mitarbeiterinnen nach der Geburt eines Kindes zu verkürzen. Hier müssen familien- und unternehmensfreundliche Lösungen gefunden werden. „Wichtig dabei ist, dass die jungen Eltern ihre Kinder so gut betreut wissen, dass sie ohne schlechtes Gewissen die Arbeit wieder aufnehmen können. Dies kann durchaus schrittweise über Teilzeit, gegebenenfalls kombiniert mit Home-Office-Arbeit, geschehen“, berichtet Travers.

Von daher beteiligt sich Kreussler mit anderen Unternehmen am Kita-Modell-Wiesbaden. Dieses Modell wurde im Rahmen des Politikerbesuchs durch Brigitta Trutzel, der Frauenbeauftragten der Landeshauptstadt, vorgestellt. „Die Vorbereitungen zur Einrichtung einer ersten Kindertagesstätte zur Betreuung von Kindern bis zu 3 Jahren ist zwischenzeitlich weit fortgeschritten“, erklärt sie. Auch der Arbeitgeberverband Hessen Chemie will ein Engagement prüfen.
Die Gespräche mit Mitarbeiterinnen des Traditionsunternehmens Kreussler machenden großen Betreuungsbedarf gerade für die Kleinen deutlich. „Ein gutes Betreuungs- und Bildungsangebot ist nicht nur für die nächste Kindergeneration notwendig. Wir brauchen sie auch mit Hinblick auf die geschlechtergerechte Teilhabe von Frauen und Männern an der Familien- und Erwerbsarbeit in unserer Gesellschaft“, sagte Schulz-Asche.
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung: Jürgen Funk Arbeitgeberverband Chemie und verwandte Industrien für das Land Hessen e.V.; Abraham-Lincoln-Strasse 24 / 65189 Wiesbaden Telefon 0611 7106-46 / Telefax 0611 7106-66 / Mobil 0162 2710646 www.hessenchemie.de / funkf@hessenchemie.de
Rheinkongreß Köln - Europäischen Venenspezialisten trafen sich in Köln
Rheinkongress Köln – die Venenspezialisten Europas trafen sich am Rhein 47. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie: Zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten des Phlebologenkongresses in Köln gehörten die endoluminale Okklusionstherapie sowie Sklerotherapie von Krampfadern und die Kompressionstherapie. Die Schaumsklerosierung - eine neue Form der Therapie – hat der bewährten Behandlungsmethode zu neuer Aktualität verholfen. Das Verödungsmittel wird nicht wie bisher als Flüssigkeit in die Krampfader injiziert. Idem das Verödungsmittel vor der Injektion aufgeschäumt wird, wird die klinische Wirksamkeit deutlich gesteigert, das Verfahren ist als „Schaumverödung“ in die Phlebologie eingegangen. Auch große Krampfadern, die bisher meist operativ entfernt wurden, verschließen sich meistens, wenn ein aufgeschäumtes Verödungsmittel in die kranke Vene injiziert wird Zur Zeit wird im Rahmen einer Studie die standardisierte Herstellung des Schaums geprüft (J.C. Wollmann, Wiesbaden, Fa. Kreussler). Die Injektion erfolgt meist über eine kleinkalibrige Nadel, gelegentlich auch mit Hilfe eines Katheters (J. Brodersen, Hannover) . Kleine, eher kosmetisch störende Hautvenen sollten jedoch wie bisher mit einem flüssigen Sklerosierungsmittel behandelt werden (E. Rabe, Bonn). A. Cavezzi aus San Benedetto del Tronto, Italien, einer der Entdecker der Schaumsklerosierung, konnte durch wiederholte Injektion von Verödungsschaum die Vena saphena parva („Kniekehlenkrampfader“) zuverlässig ausschalten. Venös verursachte chronische Wunden, die venösen Beinulzera, heilen nachhaltig ab, wenn die Krampfadern im Umfeld des Ulcus durch die Verödung verschlossen werden (M. Stücker, Bochum). In den Händen erfahrener Phlebologen hat die Methode nur wenige unerwünschte Nebenwirkungen (J.-J. Guex für die französische Gesellschaft für Phlebologie): Braunverfärbung der Haut im Verlauf der verödeten Vene, vereinzelt Entzündung von Krampfadern und Lymphödem, örtliche Schwellung, vorübergehende Sehstörungen (0,4%), Beinvenenthrombose (0,01%). Kompressionsverbände und Kompressionsstrümpfe sind für viele Patienten unverzichtbar, um Beinschwellung, Schmerzen der Beine und die Entstehung von chronischen Wunden zu verhindern. Die Wirksamkeit von Kompressionsverbänden ist durch hochwertige Studien insbesondere für die Abheilung venös bedingter chronischer Wunden belegt, daneben für die postoperative Zeit nach Krampfaderoperation („Stripping-Operation“) und für die Behandlung des Lymphödems (M. Zabel, Recklinghausen). Im deutschsprachigen Raum werden meist kurzzugige Verbandmaterialien (z.B. Rhena Varidress, Kreussler), die angenehmer als langzugige Verbände sind (Jünger M, Greifswald), verwendet. Die Entstauung des Beines tritt mit Hilfe des Kurzzugverbandes rasch ein (E.R. Brouwer, Drachten, NL). Endoluminale Okklusionsverfahren von Krampfadern versus radikale Operationsverfahren – zwei Techniken, ein Ziel. Der Rheinkongress der Venenspezialisten vergab je eine wissenschaftliche Sitzung an die radikalen Op-Verfahren (Stripping, Klappenplastik, Endoskopische Perforanzdissektion) und die endoluminalen kathetergestützten Verfahren (Laser, Radiowelle, Schaumverödung). Allein diese gleichwertige Berücksichtigung völlig unterschiedlicher Therapiekonzepte für die Stammkrampfadernbehandlung zeigte, dass bei den Krampfaderspezialisten weltweit ein radikaler Umbruch im Denken statt zu finden beginnt – weg von der radikalen Therapie hin zu den minimalinvasiven kathetergestützten Therapieverfahren. Inzwischen laufen mehrere Multicenterstudien sowohl in Deutschland als auch weltweit mit dem Ziel, die klinisch-funktionelle Wertigkeit endoluminaler minimalinvasiver Methoden mit der radikaler Op-Techniken zu vergleichen.
Konstituierende Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Sklerotherapie der deutschen Gesellschaft für Phlebologie
Prof. Eberhard Rabe, Präsident der deutschen Gesellschaft für Phlebologie und Dr. med. Franz Xaver Breu, die seit den letzten Bonner Venentagen im Februar 2005 eine Liste mit Interessenten für eine Mitarbeit in der zu gründenden Arbeitsgemeinschaft SklerotherapiE erstellt hatten, konnten am Freitag, den 08.07. als Sitzungsvorsitzende insgesamt 30 Phlebologen - Niedergelassene und Kliniker aus allen Teilen Deutschlands - im Frankfurter Airport Center zur konstituierenden Sitzung begrüßen. Die Notwendigkeit, eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Schwerpunkt Sklerotherapie ins Leben zu rufen, erläuterte Prof. Rabe zu Beginn des Treffens: Die therapeutischen Möglichkeiten der Sklerotherapie haben sich in den letzten Jahren vor allem durch die Verbreitung der Schaumverödung erheblich erweitert – was einerseits zu einem andauernden Boom dieser Therapieform geführt habe, andererseits aber durchaus auch eine Reihe von Fragen aufwerfe, zum Beispiel nach Möglichkeiten, sowohl die Grundlagen der Sklerotherapie als auch die Neuerungen dieser phlebologischen Therapieform den Interessierten möglichst einheitlich und gemäß der Leitlinien zu vermitteln. Eine Arbeitsgemeinschaft, die sich in einer engen Kooperation mit den Vorständen der Gesellschaft und dem Berufsverband gänzlich auf die Sklerotherapie in allen Facetten konzentriere, könne am besten diese und andere Fragen beantworten und so zum Beispiel Empfehlungen für die Praxis erarbeiten, schloss Prof. Rabe seine einleitenden Worte.
Als erster Tagesordnungspunkt stand die Wahl eines Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft an: Prof. Eberhard Rabe schlug Herrn Dr. Breu aus Rottach-Egern für das Amt des Vorsitzenden vor. Ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen wurde Dr. Breu von allen Teilnehmern gewählt. Dr. Breu nahm die Wahl dankend an. Zu seinen Beisitzern wurden anschließend Frau PD Dr. med. Kahle aus Heidelberg (ab September 2005 Universitätsklinikum Lübeck), Herr Dr. Univ. Parma Stephan Guggenbichler aus München, Herr Dr. med. Karsten Hartmann aus Greifswald, Herr Dr. med. Klaus Hübner aus Aachen sowie Herr Dr. med. Jan-Christoph Wollmann aus Bad Kreuznach gewählt.
Der wichtigste Tagesordnungspunkt war nach der Wahl die Diskussion um die künftigen Ziele und Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft: Gemäß der Tagesordnung ging es zunächst um Ausbildungsmöglichkeiten für den Sklerotherapienachwuchs und Weiterbildungsmöglichkeiten, bei denen die diagnostischen und therapeutischen Neuerungen vermittelt werden können - nicht im Sinne der Weiterbildungsordnung Phlebologie, sondern im Rahmen von Hospitationszentren und speziellen Kursangeboten. Dabei wurde über zu stellende Anforderungen an bestehende und künftige Sklerotherapie-Zentren und über Lerninhalte dieser Angebote diskutiert, damit die Zentren künftig von der DGP empfohlen werden können. Der Vorsitzende erläuterte beispielhaft das Modell seiner Fortbildungsveranstaltungen am Tegernsee, bei dem neben der Theorie vor allem der praktischen Ausbildung in Kleingruppen eine wichtige Rolle zugemessen wird.
Die aktuellen Vergütungsstrukturen der Sklerotherapie nach EBM und GOÄ wurden durch Herrn Dr. Gerlach aus Mannheim eingehend erläutert. Besonderes Augenmerk galt dabei der Abgrenzung von Selbstzahlerleistung und Kassenleistung in Bezug auf die Abrechnung der duplex-unterstützen Schaumsklerosierung. Deutlich wurde hierbei, dass viele Optionen zu prüfen sind, unter Berücksichtigung aller möglichen politischen Entwicklungen der Zukunft, zum Beispiel einer Einführung von DRGs auch für den ambulanten Bereich.
Weitere Punkte der lebhaften Diskussion stellte auch die Erstellung einer AG-eigenen Homepage dar, auf der künftig die wesentlichen Informationen der Arbeitsgemeinschaft online abrufbar sein sollen.
Die Arbeitsgemeinschaft nimmt Ihre Tätigkeit ab sofort auf und wird über die nächsten Versammlungstermine rechtzeitig vorab informieren. Dr. Breu dankte am Ende der Gründungsveranstaltung den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erneut für das entgegengebrachte Vertrauen und betonte, dass angesichts der anstehenden Aufgaben die Erweiterung der AG durch Teilnahme und Mitarbeit weiterer Kolleginnen und Kollegen jederzeit sehr willkommen sei.
Kolleginnen und Kollegen, die an einer Mitarbeit in der AG Sklerotherapie interessiert sind, wenden sich bitte an Dr. med. Franz Xaver Breu, Fax: 08022-1575 oder f.x.breu@t-online.de.
Wünsche wurden wahr
Biebricher Firmen unterstützen Kita der Oranier-Gedächtniskirche Das Problem ist altbekannt: Die Kassen sind leer und es muss an allen Seiten gespart werden, gleichzeitig jedoch soll dringend etwas für die Bildung und Betreuung der Kinder getan werden. Die Kindertagesstätte der Evangelischen Oranier-Gedächtnis-Gemeinde in Biebrich bietet 78 Kindern in drei Kindergarten- und einer Hortgruppe, sowie 50 weiteren ein Ganztagesplatz mit Mittagessen an.
Auch sie haben das Problem, mit dem Kindertagesstättenhaushalt nur die laufenden Kosten decken zu können. Aus der Not heraus wurde daher Anfang des Jahres der Plan gefasst, Biebricher Firmen anzuschreiben und um Spenden zu bitten. Gemeinsam mit den Kindern wurde überlegt, Biebrichwelche lang ersehnten Wünsche verwirklicht werden könnten und nach diesen Überlegungen eine Spendenmappe gestaltet. In dieser Mappe wurden die Wünsche mit Bild und Preis abgedruckt und an über 30 Unternehmen verschickt. Insgesamt fünf Unternehmen aus Biebrich - Clariant, Dyckerhoff, die Gaswerksverband Rheingau AG, Kreussler Pharma und Wal-Mart - erfüllten einen Teil der Wünsche.
In der vergangenen Woche haben sich die Kinder und Erzieherinnen mit einem Lied und selbstgekochter Marmelade bei den Unternehmen bedankt und freuen sich nun über einen neuen Kicker, einen Servierwagen aus Buchenholz und über ein Bällchenbad für den Turnraum.
Wer die Arbeit der Kita unterstützen möchte, wendet sich per E-Mail an mailto:spenden@oranier-kita.de.
© Kreussler Pharma, Wiesbaden
Kreussler macht sich für Patienten und Phlebologen stark
Um Patienten mit Besenreisern und den behandelnden Ärzten einen noch besseren Service zu bieten, hat Kreussler Pharma nun eine Aktion zur [Mikro-Sklerotherapie] gestartet. Damit erhalten Venenspezialisten und Patienten ausführliche Informationen und Service-Angebote rund um das Thema „Besenreiser und [Mikro-Sklerotherapie]“.
Auf die Frage, warum Kreussler Pharma gerade jetzt eine solche Aktion durchführt, antwortet Dr. Wollmann, verantwortlich für das Medical Marketing des Wiesbadener Unternehmens: „In Deutschland gibt es, hochgerechnet aus Daten der Bonner Venenstudie, rund 37 Millionen Erwachsene mit Besenreisern und retikulären Varizen. Nur wenige haben sich aber von Venenspezialisten bereits behandeln lassen.“ Die Kreussler-Aktion zur [Mikro-Sklerotherapie] informiert Patienten mit Anzeigen und Öffentlichkeitsarbeit über Besenreiser und ihre Behandlungsmöglichkeiten, speziell über die [Mikro-Sklerotherapie], weil sie als Behandlung der ersten Wahl gilt.
Aufklärung und Wissen rund um Besenreiser und Krampfadern sowie deren Behandlungsmöglichkeiten soll die Öffentlichkeit sensibilisieren, sich früher als bisher auf etwaige Venenleiden untersuchen zu lassen. Nach Diagnostik und bei entsprechender Indikation kann dann gegebenenfalls früher behandelt werden, wodurch weniger häufig schwere Fälle auftreten und Komplikationen oder Folgeschäden vermieden werden dürften. Gleichzeitig soll die Kreussler-Kampagne Betroffenen zeigen, dass sie Besenreiser oder retikuläre Varizen nicht einfach hinnehmen müssen, sondern dass Therapiemöglichkeiten wie die [Mikro-Sklerotherapie] hier Abhilfe schaffen können. Die wirtschaftliche Situation in zahlreichen Arztpraxen veranlasst viele Kollegen, sich nach neuen, medizinisch sinnvollen IGeL-Angeboten umzusehen. Damit z.B. Phlebologen, Dermatologen, Allgemeinmediziner und Chirurgen ihren Patienten die [Mikro-Sklerotherapie] auf Nachfrage erklären können, unterstützt Kreussler Pharma Praxen und Kliniken Info-Foldern, Aufstellern und Plakaten. Daneben besteht natürlich die Möglichkeit, über die neue Online-Plattform www.besenreiser-frei.de von Kreussler Pharma auf passendes Material, zum Beispiel Merkblätter und Broschüren zurückzugreifen. Ein zentrales Element der Kreussler-Aktion zur [Mikro-Sklerotherapie] stellt die Kreussler-Ärzte-Datenbank dar, die ebenfalls über www.besenreiser-frei.de abrufbar ist. Hier haben Patienten mit der „Arzt-Suche“-Funktion erstmals die Möglichkeit, gezielt Besenreisertherapeuten in ihrer Nähe zu finden. Alle Venenspezialisten, die bereits Besenreiser und retikuläre Krampfadern durch [Mikro-Sklerotherapie] behandeln, können sich für potentielle Kunden „auffindbar“ machen. Hierzu ist lediglich eine kostenlose Online-Registrierung im mit DocCheck-Zugang geschützten Fachkreise-Bereich der Internetseite erforderlich.
Über Kreussler:
Die Chemische Fabrik Kreussler & Co. GmbH wurde 1912 als mittelständisches und konzernungebundenes Unternehmen in Wiesbaden gegründet. Heute beschäftigt Kreussler in den beiden Sparten Kreussler Pharma und Kreussler Textilchemie im In- und Ausland rund 170 Mitarbeiter. Seit mehr als 50 Jahren entwickelt und vertreibt Kreussler Pharma Arzneimittel und stellt damit die zweite Säule des Unternehmens dar. Unter den rund 800 in Deutschland tätigen Arzneimittelherstellern rangiert Kreussler Pharma im oberen Viertel. Das Herstellprogramm umfasst dabei Präparate für die Phlebologie (Venenheilkunde), Rheumatologie sowie für Mund- und Rachentherapeutika.
Kontakt:
Kreussler & Co. GmbH
Medical Marketing Aethoxysklerol®
Dr. med. Jan-Christoph Wollmann
PO Box 12 04 54
D-65082 Wiesbaden
Tel: ++49-611-9271-183
Fax:++49-611-9271-111 jc.wollmann@kreussler.com
© Kreussler Pharma, Wiesbaden Was tun gegen Besenreiser, Krampfadern & Co?
Die kürzlich gestartete Online-Plattform www.besenreiser-frei.de bietet einen Rund-um-Service zum Thema Besenreiser und Krampfadern. Betroffene und Interessenten finden hier wissenswerte Hintergrundinformationen zu Venenveränderungen und Therapiemöglichkeiten. Eine Ärztedatenbank hilft beim Auffinden von Spezialisten.
Rund 90 Prozent der Deutschen Erwachsenen haben Veränderungen ihrer Beinvenen in unterschiedlicher Ausprägung. Hauptursache hierfür ist eine angeborene Bindegewebsschwäche, weshalb sich Venen erweitern können und die Venenklappen ihre Funktion verlieren. Die Venenklappen-Störung führt, besonders zusammen mit weiteren Faktoren wie Stehberufen, Bewegungsmangel oder Übergewicht, zu einem andauernden Blutrückfluss in die Beine, der seinerseits zur weiteren Venen-Ausdehnung führt. Die Folge: Besenreiser und Krampfadern zieren Oberschenkel und Waden, was viele leider für eine Bagatelle halten.
Dabei sind Besenreiser und Co. oft mehr als ein rein kosmetisches Problem, denn: das tiefer liegende Venensystem kann bereits geschädigt sein: Folge einer tief liegenden Venenschwäche kann zum Beispiel eine Beinvenenthrombose sein, die durchaus lebensbedrohliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Besenreiser allein sind zwar medizinisch nicht gefährlich, häufig aber ein ästhetisches und kosmetisches Problem.
Das Problem bei Krampfadern und Besenreisern: Von alleine verschwinden diese Veränderungen nicht, aber man kann dagegen trotzdem etwas tun. Um vorzubeugen, ist ein gezieltes „Schönheits- und Bewegungsprogramm“ für die Beine besonders wichtig. Geeignet sind dabei Ausdauersportarten wie Radfahren, Gymnastik, Schwimmen oder Wandern. Alle diese Sportarten kräftigen die Sprunggelenk- und Wadenmuskulatur und fördern damit die Durchblutung. Erweiterungen der Venen haben dann weniger Chancen. Weitere Faustregeln für gesunde und wohlgeformte Beine sind öfter mal die Beine hochlegen, um die Venenklappen zu entlasten, Treppensteigen statt der Fahrt im Lift, ausreichendes Trinken sowie Verzicht auf Nikotin- und Alkoholgenuss.
Haben sich die Venen bereits verändert und sind erste hässliche Aderbäume an der Hautoberfläche zu sehen - egal ob Besenreiser oder Krampfadern – ist die Untersuchung bei einem erfahrenen Venenspezialisten (Phlebologen) wichtig: eine gründliche Diagnose kann Schäden am tief liegenden Venensystem ausschließen. Der Spezialist kann dann das geeignete Therapieverfahren auswählen und durchführen. Bei Besenreisern zum Beispiel gibt es Verfahren mit Lasern oder die Mikro-Sklerotherapie. Während mit dem Laser eher feine und ganz oberflächliche Venen erreicht werden können, ist es mit der Mikro-Sklerotherapie möglich, alle Besenreiser, vor allem aber auch ihre tiefer liegenden Zuflüsse zu behandeln und ihre Blutversorgung auszuschalten. Grundsätzlich gilt: Je früher Venenleiden erkannt und behandelt werden, umso geringer sind die Risiken für Folgeerkrankungen.
Eine neue Internetplattform bietet hier einen Rundum-Service:
www.besenreiser-frei.de
Neben einem „Online-Venencheck“ finden Patienten und Interessierte umfassende Informationen sowie wertvolle Tipps rund um die Themen Besenreiser, Gefäßveränderungen und Venenheilkunde (Phlebologie). Auf der Suche nach erfahrenen Spezialisten hilft eine Ärztedatenbank mit Adressen aus der ganzen Bundesrepublik. Einfach in der „Arztsuche“ eine Postleitzahl oder die gesuchte Stadt eingeben und das System findet automatisch den nächstgelegenen bzw. ortsansässige Besenreisertherapeuten heraus, so dass die häufig so mühsame Suche nach dem richtigen Arzt in „greifbarer Nähe“ deutlich erleichtert wird.
© Kreussler Pharma, Wiesbaden
Die kalte Jahreszeit – Die beste Behandlungszeit für Besenreiser & Co.!
Welche Frau wünscht sich nicht schöne und gesunde Beine? Doch was tun, wenn Besenreiser oder kleine Krampfadern vorhanden sind? Wie wirksam ist die Mikro-Sklerotherapie? Und was sind eigentlich Besenreiser genau?
Eine Studie der Universitäts-Hautklinik Bonn unter der Leitung von Prof. Dr. med. Eberhard Rabe fand heraus, dass rund 60 Prozent der erwachsenen Deutschen ‑ Männer wie Frauen – Besenreiser oder kleine "Mini"-Krampfadern, so genannte „retikuläre Varizen“, haben.
Beide Formen gehören zu der Gruppe der Gefäßerkrankungen der Beinvenen und treten bevorzugt in der Kniekehle oder an der Außenseite der Ober- und Unterschenkel auf. Frauen sind auf Grund der Veranlagung sowie der besonderen Hormonsituation oftmals häufiger betroffen als Männer. Im Gegensatz zu den großen, oft richtig ausgebeulten Krampfadern (Varizen), die sich oft mit Beschwerden und Durchblutungsstörungen bemerkbar machen, werden die Besenreiser als ästhetisches Problem angesehen.
„Da die Bedeutung des ästhetischen Erscheinungsbildes neben funktionellen Störungen auch in Zukunft eine wesentliche Rolle im täglichen Leben spielen wird, kommt der Behandlung solcher venösen Veränderungen eine große Bedeutung zu“, bestätigt Prof. Dr. Rabe, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie. „In den Altersgruppen bis 39 Jahre haben wir bei bis zu 70% Besenreiser gefunden, übrigens einschließlich der Männer“.
Die meisten Patienten empfinden die bläulichen oder rötlichen Linien, die an den Beinen mal nur vereinzelt, mal massiv auftreten, als sehr unschön und enorm störend. Der Wunsch nach einer schonenden Beseitigung dieser Gefäßerweiterung ist da nur zu verständlich.
„Diese in der Haut liegenden Venen können nach den derzeit vorliegenden Daten mittels Sklerosierungsbehandlung besser als mit konkurrierenden Verfahren wie der Laser-Therapie behandelt werden“, erläutert Dr. Stücker vom Venenzentrum an der Universität Bochum. „Vorab ist aber immer eine gründliche Venenuntersuchung, wie zum Beispiel der „Venen-Check“, den wir in unserer Beinsprechstunde anbieten, ratsam, da nur so ernsthafte Erkrankungen des tiefer liegenden Venensystems ausgeschlossen werden können“ ergänzt Dr. Guggenbichler, Venenspezialist aus München.
Welche Behandlungsmethoden sind sinnvoll?
Vor einer Behandlung jeglicher Art sollte das Venensystem von einem entsprechend fachkundigen Venenspezialisten (Phlebologen) untersucht werden. Dies geschieht zum Beispiel mit Ultraschallgeräten, so dass sich die eher kosmetischen von den ernsthaften Krankheitsbefunden meist eindeutig unterscheiden lassen.
Gegen Besenreiser und kleine Krampfadern wird bei ansonsten gut funktionierendem Venensystem die Mikro-Sklerotherapie als Behandlung der ersten Wahl eingesetzt. Dabei werden kleine Mengen eines flüssigen Medikamentes mit äußerst dünnen Nadeln direkt in die kleinen oberflächlichen Gefäße gespritzt, meist in mehreren Sitzungen. Dies bewirkt eine Auflösung der inneren Venenwand: Das Gefäß verklebt und wird nach und nach vom Körper selbst abgebaut. Mit der Mikro-Sklerosierung kann eine Verbesserung um 80 bis 90 Prozent erreicht werden, was, da sind sich die Experten einig, das beste Ergebnis bei der Behandlung von Besenreisern ist.
„Die Sklerosierung hat wenig Nebenwirkungen, ist sicher und wirkungsvoll“, unterstreicht der Phlebologe Dr. med. Franz Xaver Breu vom Gefäßinstitut in Rottach-Egern am Tegernsee. „Wir behandeln durchschnittlich 12 Patienten pro Tag mit Sklerotherapie. Bei der Mikro-Sklerosierung erreichen wir sehr gute Ergebnisse - die Patienten sind zufrieden“.
Besonders wichtig ist der richtige Behandlungszeitraum: Zwar machen sich die Venenprobleme vor allem an heißen Sommertagen so richtig bemerkbar, aber in der kalten oder kühleren Jahreszeit von Oktober bis April ist die beste Zeit für eine erfolgreiche Therapie.
Nach der Mikro-Sklerotherapie ist eine Sonneneinstrahlung für den Zeitraum von etwa sechs Wochen eher weniger günstig, weil sonst eher mal kleine bräunliche Flecken entstehen können, die aber nach und nach wieder verschwinden“ erläutert Dr. Breu. „Außerdem wird der Erfolg der Behandlung durch das notwendige Tragen von Kompressionsstrümpfen für einige Tage nach der Therapie unterstützt“, betont Dr. med. Mete Camci aus der MediaPark-Klink in Köln, „und das ist im Sommer vielen Patientinnen einfach viel zu warm".
Was kann man noch gegen Besenreiser tun?
Als Risikofaktoren für die Entstehung von Besenreisern sind in erster Linie das Alter und Schwangerschaften zu nennen. Die Veranlagung zu schwachem Bindegewebe wird ebenfalls verantwortlich gemacht. Leider können Besenreiser beispielsweise mit Crèmes nicht beseitigt werden. Die Entstehung kann unter Umständen durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen, durch Beine hochlegen und ausreichend Bewegung möglicherweise verlangsamt werden. Oft wird auch eine spezielle Venengymnastik oder das „Venenwalking“ empfohlen. Beginnende Beinbeschwerden wie beispielsweise ein Schweregefühl oder Schwellneigung, die bei größeren Krampfadern häufig auftreten, lassen sich traditionell auch mit so genannten Venenmitteln in Tablettenform auf der Basis von Weinlaub, Rosskastaniensamenextrakt oder Rutin, z.B. Troxeven® bessern.
Wer bezahlt die Kosten?
Die Entfernung von Besenreisern aus ästhetischen Gründen ist eine Leistung, deren Kosten nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden dürfen. Im Gegensatz dazu zahlen die Krankenkassen jedoch bei Venenerkrankungen die Untersuchung, ebenso wie die Standardbehandlungen von behandlungsbedürftigen Krampfadern.
Weitere Informationen über Besenreiser und Krampfadern finden Sie zum Beispiel im Internet unter www.besenreiser-frei.de.
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Bündnis für Familie
Ein mittelständischer Betrieb schafft Mitarbeitern die Möglichkeit, eine gute Balance zwischen Privatleben und Erwerbstätigkeit zu finden: Die Chemische Fabrik Kreussler & Co. in der Rheingaustraße fährt eine familienfreundliche Personalpolitik.
“Dort, wo Teilzeitarbeit möglich ist, bieten wir sie auch an", sagt der Geschäftsführer der Kreussler-Pharmasparte, Dr. Stephan C. Travers.
Ergebnis: 23 der 157 Deutschland-Mitarbeiter arbeiten in Teilzeit rund 15 Prozent. Durch Nachdenken haben sich bei Kreussler die Arbeitszeitmodelle ergeben, sagt Travers: “Bei mittelständischen Familienunternehmen kommt so ein Thema automatisch auf den Tisch, bei uns wird seit Jahrzehnten in Teilzeit gearbeitet." Travers nennt eine Bedingung: “Die Arbeit selbst muss auch teilbar sein."
Die Modelle reichen von vier Stunden an einigen Tagen der Woche über zweimal zwei lange Vormittage bis zu zwei ganzen Tagen und einem halben. Einer Mitarbeiterin, die noch Erziehungsurlaub hat, wurde gerade ein vernetzter PC-Arbeitsplatz zu Hause eingerichtet.
Von dem klassischen Halbtagsmodell ist das Unternehmen seit langem weg. Man geht flexibel auf die Wünsche der Mütter mit Kindern im Schul- und Kindergartenalter ein. Die Akademikerinnen in den wissenschaftlichen Abteilungen schneidern sich ihre Arbeitszeit ebenso zurecht wie die, die in Buchhaltung oder Vertrieb beschäftigt sind in Absprache mit dem Abteilungsleiter, mit den Kolleginnen und Kollegen in Voll- und Teilzeit. Travers: “Entscheidend für ein Unternehmen ist, dass die Arbeit effizient gemacht wird und dass die Kommunikationsanforderungen von Arbeitsgruppen erfüllt werden. In Bereichen mit vielen Kundenkontakten ist allerdings nicht soviel Flexibilität möglich. Es gibt Zeiten, in denen der Kunde erwartet, dass Mitarbeiter präsent sind."
Die Betriebe, nicht nur Kreussler, haben mit der Babypause zu kämpfen, wenn sie volle drei Jahre in Anspruch genommen wird. Für die Unternehmen sei es ein “herber Verlust", wenn Mitarbeiterinnen sich zum langen Erziehungsurlaub entschließen und erst den Kindergartenplatz sicher haben wollen, bis sie in den Betrieb zurückkehren. Oder gar nicht wiederkommen. Es gehe Erfahrungswissen, berufliches Know-how, aber auch einiges an menschlicher Bindung verloren. Vertretungen auf Zeit müssen eingearbeitet werden, für die angestammte Mitarbeiterin werde der Abstand zu ihrer vertrauten Tätigkeit immer größer. Den schnellen Wiedereinstieg der Mütter in den Beruf möglich zu machen, falls die Mütter es wollen, ist für Travers eine der “wichtigen Herausforderungen".
Seine Erfahrung ist es, dass Frauen mit Familie ein “gutes Zeitmanagement" entwickeln, gut organisieren können: “Sie müssen Haushalt und Kinder bewältigen." Man könne das kritisieren, aber die Aufgaben in der Familie seien meist so verteilt. Die Frauen mit Doppelrollen erwerben die Fähigkeit, “straff und effizient zu arbeiten". Solche Potenziale gelte es zu nutzen. Das Unternehmen versucht, flexibel auf Wünsche wiedereinsteigender Mütter “nach ein bisschen Arbeit" einzugehen. Die Arbeit werde “hochgeschraubt", so bald es die Situation der Frau zulasse. “Natürlich muss auch Arbeit da sein", erklärt Travers, der seinerseits auch Flexibilität einfordert: “Wir erwarten schon, dass mal länger gearbeitet wird, wenn es die Situation erfordert. Ebenso müssen auch die Familien mit nach kreativen Lösungen suchen, wenn ein Kind mal krank wird."
Allerdings ließen sich gar nicht genug Modelle moderner Arbeitsorganisation entwickeln, wenn es zu wenige Kinderbetreuungsangebote gebe. Der Kreussler-Geschäftsführer, selbst Vater, hat festgestellt, dass es in unserer Region zum Beispiel zu wenig Krippenplätze gibt. Ab dem Kindergarten funktioniere es einigermaßen, mit der Schule fingen die vertrauten Probleme wieder an. Wenn schon die Stundenpläne so unregelmäßig sind, dann müsse wenigstens für den ganzen Vormittag Betreuung da sein - verlässlich für Eltern. Mütter drängten auf Arbeit an Vormittagen, weil zu dieser Tageszeit Kindergärten und Schulen geöffnet haben. Derzeit bietet sich nur die Lösung an: Kolleginnen regeln untereinander Arbeit so, dass die Büros am Nachmittag nicht verwaist sind. Travers erwartet vom “Lokalen Bündnis für Familie", dass es neue Modelle der Kinderbetreuungsmöglichkeiten entwickelt.
Betreuung nach Bedarf, zwischen 7 und 20 Uhr abzurufen. Travers fällt der Mitarbeiter ein, der seit ein paar Wochen vorübergehend alleinerziehender Vater ist, weil seine Frau einen Fortbildungslehrgang besucht. Oder Tagesmütter melden sich krank. Für solche Fälle müssten Mütter oder Väter ihre Sprösslinge flexibel in Obhut geben können: “Diese Aufgabe können gerade mittelständische Unternehmen organisatorisch und finanziell nicht allein lösen." Hier sei das lokale Bündnis gefragt, Bausteine zu einer familienfreundlichen Arbeitswelt anzubieten.
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Live-Workshop bringt neue Einblicke
Fortbildung zur Mikro-Sklerosierung von Besenreisern und operationsfreie Krampfaderbehandlung mit Schaum finden großen Anklang
Venenerkrankungen sind inzwischen eine Volkskrankheit, deren Bedeutung nicht unterschätzt werden darf. Gerade mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft werden diese Erkrankungen noch weiter zunehmen, d.h. die Behandlung von Venenleiden wird weiter an Bedeutung gewinnen. Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie fand 2004 in Recklinghausen statt. Die internationale und fachübergreifende Veranstaltung, die traditionell vom Wiesbadener Unternehmen Kreussler Pharma unterstützt wird, behandelte u. a. als Schwerpunkte diagnostische Verfahren, die operative Sanierung von insuffizienten Venen und die Sklerosierung.
Im Rahmen dieser 46. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie hatten die Besucher die Gelegenheit an einem Fortbildungsseminar und Live-Workshop zum Thema „Sklerotherapie von Krampfadern“ teilzunehmen. Unter der Leitung der Spezialisten Dr. med. Klaus Hübner aus Aachen und. Dr. med. Weindorf erhielten die Teilnehmer Einblicke in den aktuellen Stand über Indikationen der Sklerotherapie, die nach den Leitlinien der DGP alle Krampfaderformen umfasst. Des weiteren stellten die beiden Ärzte die Verfahren Mikro-Sklerotherapie, also die klassische Form der Verödung von Besenreisern und retikulären Varizen mit flüssigen Sklerosierungsmitteln, Schaumsklerosierung zur Behandlung größerer Gefäße sowie die „ultraschall-assistierte Sklerotherapie“ vor. Die Themen stießen bei den rund 60 Kollegen im Auditorium auf großes Interesse, das bei den anschließenden praktischen Demonstrationen noch anstieg.
In diesem „Live-Therapie-Teil“ des Kurses zeigte zunächst Dr. Hübner bei einer Patientin wichtige Tricks und Kniffe für die Diagnostik vor einer Besenreiser-Mikrosklerotherapie und betonte die Wichtigkeit der korrekten Kompression nach der Sklerosierung sowie der Therapiekontrolle mit eventueller Exprimierung von Minikoageln nach etwa einer Woche. Seine theoretischen Tipps demonstrierte er gewohnt routiniert auch bei der praktischen Durchführung dieser IgeL-Leistung.
Dr. Weindorf erklärte die moderne Behandlungsoption der Schaumsklerosierung für medizinisch relevante große Krampfadern. Im Anschluss an seine Ausführungen sklerosierte er live einen Patienten mit einer kaliberstarken vorderen Bogenvene, was der Patient überhaupt nicht als unangenehm empfand. Beide Referenten therapierten in der verbleibenden Workshopzeit noch eine Reihe weiterer Patientinnen mit Besenreisern, retikulären Varizen und periulzerösen Krampfadern.
Dr. Weindorf und Dr. Hübner führen damit die Fortbildungsreihe weiter, bei der sich interessierte Ärzte aller Fachrichtungen mit dem Thema Varizensklerosierung theoretisch und praktisch vertraut machen können. Der bis auf den letzten Platz ausgebuchte Sklerotherapie-Live-Workshop wurde wie auch in den Jahren zuvor von Kreussler Pharma, dem weltweit führenden Hersteller von Arzneimitteln zur Krampfaderbeseitigung, unterstützt.
Die Chemische Fabrik Kreussler & Co. GmbH ist ein 1912 von Christian Kreussler gegründetes mittelständisches, konzernungebundenes Unternehmen, das sich bereits in der vierten Generation im Besitz der Gründerfamilie befindet. Heute beschäftigt Kreussler in seinen beiden Sparten Kreussler Pharma und Kreussler Textilchemie im In- und Ausland rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 11 Nationen. Die Entwicklung und der Vertrieb von Arzneimitteln wurden vor über 50 Jahren aufgenommen. Sie stellen inzwischen den wichtigsten Teil des Unternehmens dar. Das Herstellprogramm umfasst Präparate für die Phlebologie (Venenheilkunde), Rheumatologie sowie für die Dentalheilkunde (Mund- und Rachentherapeutika).
Gegen Krampfaderleiden verfügt Kreussler Pharma mit der Marke Aethoxysklerol® über ein in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten vertriebenes Sortiment von Sklerosierungsmitteln (Arzneimittel zur „Verödung“ von Besenreisern und Krampfadern), die durch einfache Injektion in die erkrankten Venenabschnitte eine schnelle, sichere, komplikationsarme und nicht-operative Beseitigung von ästhetisch störenden und medizinisch behandlungsbedürftigen Krampfadern ermöglichen. Auf diesem Sektor ist Kreussler Pharma der weltweit führende Hersteller von Sklerosierungsmitteln. Zur Ergänzung steht den Patienten Troxeven® als Ödemprotektivum zur Verfügung.
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Fortbildung für neue operationsfreie Krampfaderbehandlung mit Schaum
Ein weiteres Fortbildungsseminar „Sklerotherapie der Varikose“ fand unter der Leitung der Angiologen und Phlebologen Dr. med. Franz Xaver Breu und Prof. Dr. med. habil. Markward Marshall Ende Januar im Gefäßinstitut Rottach-Egern am Tegernsee statt. Verstärkt wurden beide bei dieser dritten überregionalen Veranstaltung in Bayern wieder durch den Münchner Venenspezialisten vom Viktualienmarkt, Dr. Stephan Guggenbichler. Das Team führt damit die Fortbildungsreihe weiter, bei der sich internationale Venenexperten zum wissenschaftlichen Austausch treffen und interessierte Ärzte über die neueste schnittfreie Möglichkeit in der Krampfaderausschaltung unterrichtet werden.
Die kürzlich fertig gestellte „Bonner Venenstudie“ belegt die enorme Verbreitung von Krampfadern in Deutschland: Etwa 90 % der erwachsenen Bevölkerung ist von Krampfadern aller Ausprägungsgrade betroffen, davon rund 60% von Besenreisern und kleinen, netzförmigen Varizen und 28 % mit ausgeprägteren Formen, teilweise mit Folgeschäden wie Ödemen, Hautveränderungen oder gar Ulzera.
„Angesichts der großen Zahl bisher nicht behandelter Patienten macht es großen Sinn, die moderne Behandlungsmethode interessierten Ärzten weiterzugeben“ meinte Dr. Breu. „Die klassische Form der Sklerotherapie ist eine bewährte Methode. Sie ist für uns die Basis der weiter entwickelten neuen Methode, bei der das Krampfadermittel nicht mehr flüssig in die Venen gebracht, sondern in einer wirksameren Form als spezieller Sklero-Schaum verabreicht wird. Durch die Kombination dieser Methode mit modernen Ultraschallgeräten können wir nicht nur den gestörten Blutfluss in den Krampfadern sichtbar machen, sondern auch den Weg des Arzneimittels in den erkrankten Gefäßen besser steuern und so die Wirkung genauer beurteilen“ ergänzte Dr. Guggenbichler. „Wir können zunehmend kranke Venen ambulant und ohne Skalpell behandeln, die bisher noch mit verschiedenen Techniken in Vollnarkose oder örtlicher Betäubung operiert werden mussten.“
Auf praktische Übungen für die Fortbildungsteilnehmer wurde großer Wert gelegt: In Gruppenarbeit wurden spezielle Ultraschall-Untersuchungstechniken demonstriert, die klassische Besenreisertherapie und die neuartige Schaumsklerosierung wurden life durchgeführt. Weitere Referenten waren Dr. med. Bernhard Partsch, der eigens aus Wien angereist war, um auf Besonderheiten bei der Krampfader-Untersuchung hinzuweisen, sowie Dr. med. Jan-Christoph Wollmann aus Bad Kreuznach, der verschiedene Schaumtechniken demonstrierte und mit den Teilnehmern übte.
Neben dem mit der Schaumsklerosierung verbundenen medizinischen Fortschritt sind natürlich auch die Kostengesichtspunkte dieser neuen Methode interessant. Dr Breu dazu: „Um bei sinkenden Ressourcen des Gesundheitssystems die große Zahl von Patienten zu versorgen, werden effizientere Verfahren als die bisherigen Behandlungsmethoden benötigt. Auch wenn wir nicht jedem Krampfaderpatienten die herkömmliche Operation ersparen können, haben wir mit der Schaumsklerosierung wohl eine Methode gefunden, mit der sich viele Operationen vermeiden lassen oder zumindest nicht mehr so ausgedehnt durchgeführt werden müssen, was neben den offensichtlichen Vorteilen für die Patienten auch ein enormes Einsparpotential im Gesundheitswesen darstellt.“
Die Kollegen des Gefäßinstituts Rottach-Egern planen weitere Seminare, da die Nachfrage sehr groß und die Veranstaltung sehr rasch ausgebucht war. Weitere Informationen dazu gibt es bei Dr. med. Franz Xaver Breu, 08022-1218 und Dr. med. Stephan Guggenbichler, 089-299952.
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